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02.07.2010, 09:10 Uhr

Strom-News

Umweltministerium

Prognose: Bis 2020 knapp 40 Prozent Ökostrom

Bis 2020 dürfte sich der Anteil von Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Biomasse an der Stromerzeugung auf 38,6 Prozent mehr als verdoppeln, so Berechnungen des Bundesumweltministeriums. Demnach wäre Strom aus Atomkraftwerken 2021 rechnerisch überflüssig

Berlin (afp/red) - Dies berichtet die "Frankfurter Rundschau" vom Donnerstag aus dem Entwurf des Bundesumweltministeriums für den "Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie". Damit würden die erneuerbaren Energien den Atomstrom zumindest rechnerisch bereits 2021 überflüssig machen.

Brisant ist die neue Zahl dem Bericht zufolge, da Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zuvor einen Zusammenhang zwischen der Ökostrom-Entwicklung und dem Atomausstieg hergestellt hatte. Als Voraussetzung für das Abschalten der Akw nannte er im Frühjahr einen Anteil der erneuerbaren Energien von 40 Prozent. Dies entspricht der Summe aus dem aktuellen Ökostrom-Anteil von 17 Prozent und dem derzeitigen Anteil der Atomkraft an der Stromerzeugung von 23 Prozent.

Auch in anderen Energiesektoren sieht das Umweltministerium der Prognose zufolge Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien. Bei der Wärme steigt der Öko-Anteil demnach bis 2020 auf 15,5 Prozent, im Verkehr auf 13,2 Prozent, wie es in der "FR" weiter hießt. Die Bundesregierung will im Herbst ihr Energiekonzept vorlegen, das auch Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke vorsehen soll.

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