Nachwachsende Rohstoffe

Produktion von Energiepflanzen weiter ausgedehnt

Von den insgesamt rund 12 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland nutzen die Landwirte gegenwärtig rund 17 Prozent für den Anbau von Energie- und Industriepflanzen, so die Schätzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Mit gut 1,75 Millionen Hektar tragen Energiepflanzen den Löwenanteil dazu bei.

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Gülzow (red) - Mehr denn je ist Biomasse eine zusätzliche Einkommensquelle für die Landwirtschaft, gleichzeitig leistet sie wachsende Beiträge zum Ersatz fossiler Rohstoffe und zum Klimaschutz. Im Vorjahr konnte Bioenergie bereits rund 3,4 Prozent zum Primärenergieverbrauch in Deutschland beisteuern, so der FNR.

In der Rangliste der wichtigsten Energiepflanzen gibt es - noch - keine wesentlichen Änderungen: Nach wie vor ist Raps für Biodiesel und Pflanzenöl-Kraftstoff mit 1,1 Millionen Hektar der bedeutendste Energielieferant, es folgen Mais, Getreide und Zucker für Biogas und Ethanol mit insgesamt 650.000 Hektar.

Flächen, um die Biomasseproduktion auszuweiten, gebe es auch in Zukunft. "Befürchtungen, dies könne zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen, sind übertrieben," so Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR. Er beruft sich dabei auf Studien, denen zufolge durch Bevölkerungsrückgang und Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft weitere Ackerflächen frei werden. "Bis 2030 können das weitere 2 Millionen Hektar sein, auf denen dann Energie wächst."