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Service-CheckDeutsche Elektromärkte, Kauf- und Möbelhäuser informieren ihre Kunden noch immer unzureichend beim Kauf oder bei der Rückgabe von LED- und Energiesparlampen. Viele Märkte nehmen Energiesparlampen nur auf Nachfrage zurück, jeder fünfte sogar gar nicht. Der Handel ist laut der Deutschen Umwelthilfe zumindest mit dafür verantwortlich, dass die Sammelquote so niedrig ist.
Berlin (red) - Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) nach einer Untersuchung in acht Bundesländern. Der Service-Check der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation überprüft, ob und in welchem Umfang der Handel Kundeninformationen zu LED- und Energiesparlampen sowie deren Rückgabemöglichkeiten bereitstellt. Am Ende ihres Lebenszyklus dürfen LED- und Gasentladungslampen entsprechend dem Elektrogerätegesetz (ElektroG) nicht im Hausmüll entsorgt, sondern müssen getrennt gesammelt werden.
"Die bei insgesamt 68 Testbesuchen festgestellten Verbraucherinformationen entsprachen meist nur Minimalanforderungen.
In 20 Prozent der Geschäfte wurde die nach EU-Recht vorgeschriebene Rückgabemöglichkeit für Altlampen verweigert. Besonders negativ fielen bei den Testbesuchen Filialen der Unternehmensketten ProMarkt und XXL Möbelhäuser auf", kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Nur einen von fünf Bewertungssternen erhielten die Filialen von Mediamarkt, Innova, Karstadt, Roller und Galeria Kaufhof. Lediglich drei Unternehmen (Conrad, Möbel Kraft und Möbel Höffner) erhielten mit vier Sternen die zweithöchste Bewertung.
Für die sehr niedrige nationale Sammelquote bei ausgedienten Energiesparlampen in Deutschland – bei Privathaushalten sind es geschätzt unter zehn Prozent – macht die DUH daher auch den Handel verantwortlich. Alarmierend ist die Tatsache, dass jedes fünfte Geschäft eine Rückgabe auch auf direkte Nachfrage grundsätzlich verweigerte. Ebenso viele der getesteten Handelsunternehmen informierten die Kunden nicht korrekt über die Rückgabemöglichkeit.
Nur 32 Prozent der besuchten Geschäfte bieten ihren Kunden ausdrücklich die Rücknahme von alten LED- und Energiesparlampen an und informieren darüber verbraucherfreundlich mit deutlich sichtbar aufgestellten, gekennzeichneten Sammelbehältern. Insgesamt war nur in 60 Prozent der Geschäfte die Rückgabe problemlos möglich. Entweder stand ein Sammelbehälter bereit oder ein Hinweisschild zeigte an, wo die Lampen abgegeben werden können oder die Lampe wurde auf Nachfrage bei einem Mitarbeiter zurück genommen.
"Während die freiwillige Sammlung von Energiesparlampen im Handel langsam zunimmt, fehlt nach wie vor eine ordentliche Verbraucherinformation. Das ist besonders ärgerlich, weil gerade beim Neukauf einer Energiesparlampe der Informationsbedarf meist hoch ist, die Beratung aber mangelhaft bleibt", sagt Franziska Müller, Projektmanagerin Kreislaufwirtschaft bei der DUH.
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