Premiere

Privathaushalte sollen Sonnenenergie selbst speichern können

Der Bonner Solarzellenhersteller Solarworld will angesichts der beschlossenen Kürzungen bei der Solarförderung neue Wege gehen. So sollen etwa Energiepakete für Eigenstromversorger angeboten werden, mit denen private Haushalte den Sonnenstrom selbst speichern können.

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Bonn (ddp/red) - Wie das "Handelsblatt" berichtete, will Solarworld vor dem Hintergrund der geplanten Kürzungen bei der Solarförderung einen neuen Markt erschließen und Sonnenenergie für Privathaushalte speicherbar machen. Dazu würden Kooperationen mit Batterieherstellern angestrebt. "Wir sind mit zwei Herstellern im Gespräch", sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck dem Blatt.

Solarworld will dem Bericht zufolge noch in diesem Sommer ein Energiepaket für Eigenstromversorger anbieten. Darin soll eine Solarstromanlage mit einem Batteriespeicher und einer Verbrauchskontrolle kombiniert werden. Solarworld wäre damit das erste Unternehmen, das eine praktikable Lösung für die Nutzung von Solarenergie für den eigenen Bedarf anbietet.

Der Bonner Solarzellenhersteller Solarworld hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Umsatz gemacht, beim Gewinn allerdings einen Einbruch verzeichnet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahr von 0,9 Milliarden auf 1,0 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn sank somit von 148,7 Millionen auf 59,0 Millionen Euro.