Krümmel abschalten

Privater Atomausstieg ganz einfach: Stromanbieter wechseln

Mittlerweile wird über den Automausstieg heftig diskutiert, aber die Verbraucher können ihren eigenen Atomaustieg vornehmen, indem er sich für einen Ökostrom-Tarif entscheidet. Denn jedem steht es frei, welchen Stromversorger er wählt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Der erneute Störfall im Atommeiler Krümmel zeigt, dass Atomenergie nicht sicher ist. Der endgültige Ausstieg aus dieser Risikotechnologie sei notwendig, die Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken überflüssig, so die Verbraucher Initiative. Der Bundesverband rät Verbrauchern, privat den Atomausstieg zu vollziehen und zu einem Angebot aus regenerativen Energien zu wechseln.

Jeder kann jährlich bis zu 3 Tonnen CO2 sparen

Verbraucher können ihren Stromversorger frei wählen. "Mit einem Umstieg auf Ökostrom kann jeder ganz einfach zum Ausstieg aus der Atomtechnologie beitragen", so Melanie Weber von der Verbraucher Initiative. Konsumenten fördern so den Bau klimaschonender Stromerzeugungsanlagen und sparen durch Bezug von Ökostrom bis zu drei Tonnen CO2 pro Jahr. Es sollte bei der Wahl des Tarifs aber darauf geachtet werden, dass in regenerative Energien investiert wird. Denn viele Stromversorger "färben" ihren Strom durch sogenannte RECS-Zertifikate nur grün ein.

Keine Risiken für den Verbraucher beim Anbieterwechsel

Nach Auskunft der Verbraucher Initiative birgt ein Anbieterwechsel für Kunden keine Risiken. Die Stromkonzerne dürfen weder den Strom abstellen noch Gebühren oder Sonderzahlungen erheben. Zu beachten sind lediglich die Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist bestehender Verträge. Bei einer Strompreiserhöhung wird häufig ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Der Stromanbieterwechsel ist einfach, Verbraucher benötigen lediglich einen Wechselantrag, der neue Stromversorger übernimmt dann alle Formalitäten. Lediglich den Zählerstand zum Zeitpunkt des Wechsels sollte man selbst ablesen.

Weiterführende Links