Strom-News
Krümmel abschaltenMittlerweile wird über den Automausstieg heftig diskutiert, aber die Verbraucher können ihren eigenen Atomaustieg vornehmen, indem er sich für einen Ökostrom-Tarif entscheidet. Denn jedem steht es frei, welchen Stromversorger er wählt.
Berlin (red) - Der erneute Störfall im Atommeiler Krümmel zeigt, dass Atomenergie nicht sicher ist. Der endgültige Ausstieg aus dieser Risikotechnologie sei notwendig, die Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken überflüssig, so die Verbraucher Initiative. Der Bundesverband rät Verbrauchern, privat den Atomausstieg zu vollziehen und zu einem Angebot aus regenerativen Energien zu wechseln.
Verbraucher können ihren Stromversorger frei wählen. "Mit einem Umstieg auf Ökostrom kann jeder ganz einfach zum Ausstieg aus der Atomtechnologie beitragen", so Melanie Weber von der Verbraucher Initiative. Konsumenten fördern so den Bau klimaschonender Stromerzeugungsanlagen und sparen durch Bezug von Ökostrom bis zu drei Tonnen CO2 pro Jahr. Es sollte bei der Wahl des Tarifs aber darauf geachtet werden, dass in regenerative Energien investiert wird. Denn viele Stromversorger "färben" ihren Strom durch sogenannte RECS-Zertifikate nur grün ein.
Nach Auskunft der Verbraucher Initiative birgt ein Anbieterwechsel für Kunden keine Risiken. Die Stromkonzerne dürfen weder den Strom abstellen noch Gebühren oder Sonderzahlungen erheben. Zu beachten sind lediglich die Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist bestehender Verträge. Bei einer Strompreiserhöhung wird häufig ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Der Stromanbieterwechsel ist einfach, Verbraucher benötigen lediglich einen Wechselantrag, der neue Stromversorger übernimmt dann alle Formalitäten. Lediglich den Zählerstand zum Zeitpunkt des Wechsels sollte man selbst ablesen.
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Viele Verbraucher wechselten seit der jüngsten Panne im Atomkraftwerk Krümmel zu konzernunabhängigen Ökostromanbietern und zeigen Vattenfall so die rote Karte. So verzeichnen Ökostrom-Anbieter einen deutlich höheren Kundenzuwachs - wie auch schon bei der Krümmel-Panne vor zwei Jahren.
Der Stromanbieter Clevergy ruft Haushalte zum "privaten Atomausstieg" auf. Alle Stromtarife von Clevergy seien atomstromfrei, so entstehe auch kein radioaktiver Abfall. Wer jetzt zu dem Anbieter wechselt, erhält neben 80 Euro Wechselbonus noch einen 30 Euro Einkaufsgutschein.
Während Union und FDP ungeachtet des jüngsten Störfalls im AKW Krümmel die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke verlängern wollen, lehnen SPD und Grüne dies strikt ab. Die Linke fordert sogar einen Sofortausstieg aus der Nutzung der Atomkraft. Energie- und umweltpolitische Positionen der Parteien.
Eine deutsche Firma will die Stromversorgung einer ganzen Insel im Atlantik komplett auf erneuerbare Energien umstellen. Die Energieerzeugung basiere vor allem auf Wind- und Sonnenenergie, mit speziellen Hochleistungsbatterien könne der Strom bei geringer Nachfrage auch gespeichert werden.
Der Antrag der Grünen-Fraktion zur Umstellung der Stromversorgung aller Ministerien und des Kanzleramtes auf Ökostrom ist gescheitert. Der Umweltausschuss hat sich gegen eine solche Einführung ausgesprochen. Strompreise vergleichen
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