Erneuerbare legen weiter zu

Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr zurückgegangen

In der ersten Hälfte diesen Jahres ist der Primärenergieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gesunken. Grund waren vor allem die außergewöhnlich hohen Temperaturen. Die Konjunkturentwicklung und das Energiepreisniveau hatten dagegen nur geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Köln (red) - Wie erste vorläufige Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ergaben, verringerte sich der Verbrauch von Mineralöl im ersten Halbjahr um rund 10 Prozent. Außer Flugkraftstoffe verzeichneten alle Mineralölprodukte ein Minus, das beim leichten Heizöl mit etwa 40 Prozent besonders kräftig ausfiel. Der Erdgasabsatz lag um 18,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Witterungsbedingt ging der Verbrauch an Heizgas bei den privaten Haushalten überdurchschnittlich um etwa ein Viertel zurück.

Der Verbrauch an Steinkohlen erhöhte sich leicht um rund 1 Prozent infolge einer erhöhten Nachfrage der Eisen- und Stahlindustrie, so die AGEB weiter. Die geringere Verfügbarkeit der inländischen Braunkohlenkraftwerke verringerte den Beitrag der heimischen Braunkohle zur Energiebilanz um 1,4 Prozent. Bei der Kernkraft kam es zu einem Minus von 12,5 Prozent.

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft verringerte sich um rund 5 Prozent, die aus Windenergie stieg um mehr als 60 Prozent aufgrund der außergewöhnlichen Windverhältnisse. Der Beitrag aller erneuerbaren Energien zum Primärenergieverbrauch des ersten Halbjahres erreichte 6,7 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 233 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten an Primärenergieträgern verbraucht. Das entspricht 6819 Petajoule.