PreussenElektra: Brennstäbe mit gefälschten Sicherheitsdokumenten eingesetzt?

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Wolfgang Jüttner, niedersächsischer Umweltminister, wirft dem Energieversorger PreussenElektra den Einsatz von gefälschten Sicherheitsdokumenten vor. Der Minister bezieht sich auf falsche Dokumente für Brennelemente, die im AKW Unterweser eingesetzt wurden. Jüttner zeigte sich heute bei Interviews mit dem Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen entsetzt über die Methoden des Energieversorgers. Er warf PreussenElektra vor, seiner Behörde Informationen mit voller Absicht vorenthalten zu haben.


Seit mehreren Wochen hatten Mitarbeiter der Atomaufsicht den Verdacht, dass in Unterweser Brennelemente mit gefälschten Dokumenten im Einsatz seien. Diese stammen von der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield aus England. Nach Aussage von Jüttner, hat PreussenElektra den Einsatz solcher Brennstäbe gegenüber seiner Behörde bis vergangenen Freitag vehement bestritten. In der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" gab das Unternehmen indes zu, 1996 vier Brennelemente aus England erhalten zu haben.


Zur Klärung der Lage beraumte Jüttner noch für heute ein Gespräch mit dem Unternehmen an.