PreussenElektra: Ausbau der Wettbewerbsposition mit starken Partnern

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Entwicklung von PreussenElektra zu einem modernen und marktorientierten Energiedienstleister schreitet weiter voran. Mit Blick auf den steigenden Marktdruck ist die Bildung einer effizienten Allianz mit dem Bayernwerk nur ein folgerichtiger Schritt. "Es wird ein neues Energiedienstleistungsunternehmen entstehen, das durch seine Größe und sein Potenzial national wie international zu den maßgeblichen 'Playern' der Branche gehören wird", sagte Dr. Hans-Dieter Harig, Vorstandsvorsitzender der PreussenElektra AG, anlässlich der heutigen Jahrespressekonferenz in Hannover. Das neue Unternehmen mit dem Namen "E.ON Energie" soll aus einer schlanken Führungsgesellschaft mit Sitz in München und mehreren operativen Gesellschaften bestehen. Diese werden in München, Bayreuth, Hannover und Gelsenkirchen angesiedelt.


Im Strommarkt herrscht nach Harigs Worten unverändert ein starker Verdrängungswettbewerb. Marketing, Vertrieb und Handel sind wichtige Schlüsselfunktionen für ein erfolgreiches Agieren im Markt. Mit der Marke "Elektra Direkt" hat PreussenElektra auch ein Angebot für die Tarifkunden entwickelt. "Elektra Direkt Single" und "Elektra Direkt Family" sind auf die jeweiligen Bedürfnisse des häuslichen Strombedarfs zugeschnitten. Priorität haben weiterhin die Vertriebspartnerschaften mit kommunalen und regionalen Energieversorgern. PreussenElektra kann ihren Partnern aufgrund einer optimierten Strombeschaffung und Preisabsicherung attraktive Bezugskonditionen bieten.


Noch in diesem Jahr soll die Markteinführung von Powerline Communication erfolgen. Die Systemlösung bietet dem Kunden neben dem Internetzugang ausreichende Bandbreite für Telefonanwendungen in gewohnt guter Qualität. Die aktive Vermarktung soll in enger Zusammenarbeit mit den regionalen und kommunalen Vertriebspartnern erfolgen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der Trading Floor, dessen Handelsvolumen 1999 bei 26,6 Milliarden Kilowattstunden lag. Der Trading Floor leiste einen wichtigen Beitrag zur Beschaffungsoptimierung und bringe durch neue Produkte und neue Märkte frischen Wind ins Energiegeschäft, so Harig. Mittlerweile zähle der Trading Floor von PreussenElektra zu den führenden in ganz Europa.


Mit der Gründung neuer Vertriebsgesellschaften in Italien, den Niederlanden und Polen weitet das Unternehmen seine internationalen Aktivitäten aus. Zu den wichtigsten Zukäufen zählt der vollständige Erwerb des holländischen Erzeugungsunternehmens EZH. Auf dem deutschen Markt will PreussenElektra ihr Engagement in Ostwestfalen-Lippe ausbauen, um die energiewirtschaftlichen Strukturen und die Wirtschaftlichkeit dieser Region zu stärken. Mit Blick auf die VEAG versicherte Harig, PreussenElektra werde sich weiterhin um Erhalt und Stabilisierung des Unternehmens bemühen, sich allerdings gleichzeitig auf eine eventuelle Veräußerung der Anteile vorbereiten.


Das seit April geltende "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) schafft einen bundesweiten Lastenausgleich bei der Vergütung von regenerativen Energien. Problematisch ist nach Harigs Worten allerdings die Entkopplung der Vergütungshöhe von der allgemeinen Strompreisentwicklung. Der Ausgang der Konsensgespräche gestaltet sich derzeit offen. Die Energiewirtschaft ist aber an einer verbindlichen, volks- und betriebswirtschaftlich sinnvollen Lösung interessiert und wird deshalb die Gespräche konstruktiv weiterführen.