Positives Jahresergebnis 2000: Atel mit Wachstumssprung

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Die Schweizer Atel-Gruppe hat das europäische Energiehandels-Geschäft im Geschäftsjahr 2000 deutlich ausgeweitet und das Energieservice-Geschäft zu einem starken zweiten Standbein ausgebaut. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2000 von 1,9 Milliarden Franken auf 3,3 Milliarden Franken. Der Gruppengewinn wuchs um 26 Prozent auf 135 Millionen Franken. Der Anteil des Energieservice-Geschäftes am Konzernumsatz beträgt 45 Prozent. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 26. April 2001 die Erhöhung der Dividende von 18 auf 20 Franken sowie eine genehmigte Kapitalerhöhung im Umfang von nominell 30 Millionen Franken vor.


Im europäisch ausgerichteten Energiehandel konnten zahlreiche neue Kunden gewonnen werden. Der Energieabsatz stieg um 15 Prozent auf 33 Milliarden Kilowattstunden (kWh) und erreichte einen neuen Höchstwert. Der Segmentsumsatz nahm um 10 Prozent zu und erreichte über 1,8 Milliarden Franken. Das Segmentsergebnis erreichte 152 Millionen Franken (1999: 106 Millionen Franken). Das Energieservice-Geschäft wurde mit der Akquisition der deutschen GAH-Gruppe sowie weiteren Firmenkäufen in der Schweiz zu einem starken zweiten Standbein mit den Schwerpunkten Deutschland und Schweiz ausgebaut. Die versorgungsnahen Sparten waren nach Angaben des Unternehmens im Geschäftsjahr 2000 mit stagnierenden Auftragsvolumen und hohem Wettbewerbsdruck konfrontiert. In den dynamischen Sparten Kommunikations- und Gebäudetechnik schränkte die Verknappung der Arbeitsmärkte die Wachstumsmöglichkeiten ein. Mit einem Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Franken konnte ein Segmentsergebnis von 27 Millionen Franken erzielt werden (1999: 4 Millionen Franken). Der gesamte Konzernumsatz der Atel-Gruppe erreichte im Berichtsjahr 3,3 Milliarden Franken gegenüber 1,9 Milliarden Franken im Jahr 1999. Vom Umsatzzuwachs von 1,4 Milliarden Franken stammen über 1,2 Milliarden Franken aus Firmenzukäufen.


Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung, die am 26. April 2001 in Olten stattfinden wird, die Erhöhung der Dividende von 18 auf 20 Franken je Namenaktie von 100 Franken Nennwert vor. Zur Verbesserung des Handlungsspielraums für den weiteren Ausbau der Atel-Gruppe wird den Aktionären zudem die Schaffung eines genehmigten Aktienkapitals im Umfang von nominell 30,36 Millionen Franken vorgeschlagen. Dies entspricht 10 Prozent des heutigen Aktienkapitals von 303,6 Millionen Franken. Die Ermächtigung ist auf zwei Jahre begrenzt.