Pläne

Politiker wollen aus Anwohnern Netzunternehmer machen

Die FDP in Niedersachsen will Anwohner unternehmerisch an neuen Stromtrassen beteiligen und so für Akzeptanz beim Netzausbau sorgen. Die Akzeptanz für den Bau von Stromtrassen sei dann besonders groß, "wenn die Bürger auch finanziell davon profitieren".

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (dapd/red) - Das sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Gero Hocker am Dienstag in Hannover dem Sender "Hit-Radio Antenne". Der Umweltpolitiker kündigte Gespräche mit dem Koalitionspartner CDU über ein Landesgesetz an.

Wenn das Geld stimmt, fällt Zustimmung leichter

Wo Anwohner von der Einspeisevergütung profitierten, würden neue Windräder akzeptiert, sagte Hocker auf Anfrage weiter. Nach gleichem Modell müsse man Anwohnern auch profitable Investitionen in neue Stromleitungen ermöglichen.

Netzausbau ist dringend nötig

Aufgrund des Atomausstiegs sind massive Investitionen in das Stromnetz notwendig - unter anderem, um Windkraft aus dem Norden in den Süden Deutschlands zu transportieren. Naturschützer plädieren für eine Erdverkabelung, doch diese ist deutlich teurer als das oberirdische Verlegen neuer Leitungen.