Pläne

Polen nennt weiteren potenziellen AKW-Standort

Polen hat nach Angaben des sächsischen Umweltministeriums die Liste potenzieller Standorte für den Bau eines Kernkraftwerks erweitert. Die polnische Generaldirektion für Umweltschutz habe die deutschen Behörden darüber unterrichtet, dass nun auch der Standort Gaski im früheren Westpommern als weiterer Standort infrage komme.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (dapd/red) - Das teilte das Umweltministerium am Sonntag mit. Dazu sei auch der Entwurf für das polnische Programm zur Atomenergie geändert worden. Die Sachsen könnten sich ab 6. Februar auf der Internetseite des Ministeriums über den Standort informieren.

Polen will bis 2020 in die Atomkraft einsteigen

Polen hatte der Bundesrepublik im Zuge der grenzüberschreitenden Umweltprüfung den Entwurf des Kernenergieprogramms übermittelt. Danach will das Land zwei Kernkraftwerke errichten, das erste bis zum Jahr 2020.

Angeblich kein Standort im Dreiländereck

Die Standorte der Atomanlagen sind prinzipiell noch offen, im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien sei laut Ministerium aktuell aber kein Kraftwerk geplant. In Polen gibt es bislang keine Atomenergie. Um die Abhängigkeit von Kohle und Öl zu verringern, sollen jedoch zwei Atomkraftwerke gebaut werden. Im Kernenergieprogramm werden 28 potenzielle Standorte genannt.