Klimaschonende Technologien

Platzeck und Junghanns für ökologische Industriegesellschaft

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) haben sich für eine "ökologische Industriegesellschaft" und eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Zugleich bekräftigten beide Politiker, dass Braunkohle ein vorerst unverzichtbarer Energieträger sei.

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Hannover (ddp-lbg/sm) - Bei einem Treffen mit Experten der Energiebranche auf der Hannover-Messe verwies Platzeck auf den Klimawandel und das bevorstehende Versiegen von Energiequellen wie Öl und Gas. Junghanns betonte, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit seien die energiepolitischen Eckpfeiler. Beide sind jedoch der Meinung, derzeit nicht auf Braunkohle verzichten zu können.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zeigte sich überzeugt, dass nur durch Forschung, Entwicklung und neue Technologien der Spagat zwischen mehr wirtschaftlichem Wachstum und knapper werdender Energie gemeistert werden kann. "Machen wir weiter wie bisher, könnten in den nächsten Jahrzehnten harsche Verteilungskonflikte entstehen, die ein friedfertiges Zusammenleben der Nationen unterminieren", warnte der Ministerpräsident. Wenn Technologien zur emissionsfreien Energieerzeugung entwickelt werden würden, könnten die Wirtschaft wachsen und zugleich die Umwelt geschont werden.

Junghanns sagte, mit der Entwicklung neuer klimaschonender Technologien und Verfahren könnten attraktive Exportprodukte "Made in Brandenburg" entstehen. In der Hauptstadtregion hätten sich Schlüsseltechnologien angesiedelt, die spezielle Antworten auf die Energiefragen der nächsten Jahrzehnte geben könnten. Brandenburg entwickle sich zu einem "Innovationslabor" für die ganze Welt. Der Minister hob in diesem Zusammenhang die weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-freies Braunkohlekraftwerk hervor, die derzeit in Spremberg entsteht.