CO2-arme Technologie

Platzeck setzt weiter auf Braunkohleverstromung

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hält an den Braunkohlekraftwerken im Land fest. Auch wenn die Kraftwerke abgeschaltet würden, ändere sich für das Weltklima nichts. Stattdessen plädierte er dafür, schnell eine CO2-arme Technologie für Braunkohlekraftwerke zu entwickeln.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Er hoffe, dass eine solche Technologie diese bis 2015 vorhanden sei. Platzeck versicherte, dass nur unter dieser Voraussetzung neue Anlagen errichtet würden.

Er gehe davon aus, dass fossile Energieträger auch in den kommenden Jahrzehnten noch benötigt würden, da es mit nachwachsenden Rohstoffen "Begleitprobleme" gebe, sagte der Ministerpräsident. So sei die Herstellung von Biokraftstoffen wegen der dafür nicht ausreichenden Anbaufläche für Mais oder Raps eingeschränkt. Die "Flächenkonkurrenz" beginne jetzt erst.

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) hatte am Dienstag bei der Vorstellung der "Energiestrategie 2020" bekanntgegeben, dass Brandenburg das Ziel, den CO2-Ausstoß auf rund 54 Millionen Tonnen zu senken, statt 2010 erst 2020 erreichen wird.