Appell

Platzeck: Polen soll Pläne zum Bau eines Atomreaktors überdenken

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat an Polen appelliert, die Überlegungen für den Neubau eines Atomreaktors in Grenznähe zu überdenken. Die Pläne hätten in den betroffenen Regionen Ängste ausgelöst, sagte Platzeck in Potsdam. Die Sorgen der Menschen seien allzu verständlich.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Platzeck verteidigte zugleich den vor fünf Jahren von der damaligen rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg. Dies sei eine "gute Entscheidung für Deutschlands Zukunft" gewesen.

Zum Jahrestag der Unterzeichnung des Ausstiegs-Abkommens zwischen der Bundesregierung und der Industrie am 11. Juni 2001 plädierte Platzeck dafür, die Energiewende fortzuführen. In diesem Zusammenhang begrüßte er ausdrücklich, dass auch die neue Bundesregierung am Atomausstieg festhalten wolle. Deutschland müsse Vorreiter einer innovativen Energiepolitik werden. Brandenburg leiste dazu einen wichtigen Beitrag und nehme bei der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen einen Spitzenplatz ein.

Zu den Kraftwerksplänen in Polen gebe es zwar noch keinerlei Beschlüsse, sagte Platzeck. Dennoch sollte die deutsche Seite möglichst früh in entsprechende Überlegungen einbezogen werden, forderte er.