Strom-News
Streitpunkt WindkraftBrandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat um eine höhere Akzeptanz für erneuerbare Energien geworben. Es sei eine der größten Herausforderungen überhaupt, Energie zu erzeugen, ohne die Welt kaputt zu machen, sagte er im Landtag in einer Aktuellen Stunde zum Thema Windkraft.
Potsdam (ddp-lbg/red) - Es gebe keine Alternative zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Das sei jedoch ein Härtetest für die Demokratie, denn es gebe bei jeder Energieart Belastungen für die Menschen oder den Naturschutz.
Platzeck verwies auf Spiegelungen, die von Solaranlagen verursacht werden, oder den Schatten, den Windräder werfen. Auch entstünden Energieanlagen meist dort, wo keine Verbraucher wohnten. Deshalb gebe es das Problem, dass Leitungen verlegt werden müssen. Der Regierungschef unterstrich: "Energie muss erzeugt werden. Das geht nicht ohne Belastungen für den Einzelnen." Allerdings müssten in jedem Fall die Interessen abgewogen werden.
Der Landtag sollte am Nachmittag einen Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU verabschieden, mit dem ein Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnsiedlungen von 1000 Meter empfohlen wird. Eine Volksinitiative macht sich derzeit für einen Mindestabstand von 1500 Metern stark. Nach Angaben der Landesregierung sind jedoch bei einem solchen Abstand die Ziele der Energiestrategie 2020 nicht zu erreichen.
Das Papier sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch auf 20 Prozent auszuweiten. Dazu sollen verstärkt Solar-, Biomasse- und Windkraftanlagen errichten werden. Bei der Windkraft ist eine Verdoppelung der Windeignungsflächen von derzeit einem auf knapp zwei Prozent der Landesfläche geplant. Damit könnten sich 2020 auf 555 Quadratkilometern Windkraftanlagen befinden.
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Die vom Atomforum vorgeschlagene Allianz zwischen Kernkraft und erneuerbaren Energien stößt in der Ökostrombranche auf strikte Ablehnung. Eine längere Nutzung der Kernkraft würde den Ausbau erneuerbarer Energien behindern, daher fordert die Branche, am geplanten Atomausstieg festzuhalten.
China will die Windkraft in den kommenden zehn Jahren stark ausbauen. Bis 2020 sollen 100 Gigawatt Strom aus Wind gewonnen werden, sagte Feng Junshi vom der nationalen Energieagentur der Zeitung "China Daily". Aktuell produziert die Volksrepublik zwölf Gigawatt, im kommenden Jahr sollen es bereits 20 Gigawatt sein.
Die Förderprogramme für erneuerbare Energien werden nach Angaben der Bundesregierung bis zu 100 Prozent ausgelastet, so zum Beispiel das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen laut den Sitz der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena) angeblich in ihre Hauptstadt Abu Dhabi holen. Dabei wollen sie von der Bundesregierung unterstützt werden, wie der "Spiegel" am Freitag berichtete.
Ein polnisches Atomkraftwerk in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal würde sich nach Ansicht des Brandenburger Umweltministeriums nachteilig auf die Region Uckermark auswirken. Umweltminister Woidke lehne entsprechende Vorschläge des Nachbarlandes entschieden ab.Strompreise vergleichen
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