Ziele erreicht

Plambeck legt Halbjahreszahlen vor: Gesamtleistung stieg um 183 Prozent

Das Cuxhavener Unternehmen Plambeck Neue Energien AG verfolgt weiterhin erfolgreich den geplanten Wachstumskurs. Ergebnis und Gesamtleistung stiegen an und auch die Aktie verbesserte sich.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Plambeck Neue Energien AG bleibt auf ihrem geplanten Kurs. Das zeigen auch die Zahlen für das erste Halbjahr 2001: Die Gesamtleistung erhöhte sich von 48,9 Millionen DM auf 138,4 Millionen DM um 183 Prozent. Das Ergebnis vor Steuer stieg von 0,8 Millionen DM (erstes Halbjahr 2000) auf jetzt 10,8 Millionen DM. Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich 0,05 DM auf aktuell 0,41 DM.

Wesentliche Basis der guten Unternehmensentwicklung ist die Realisierung der in Deutschland geplanten Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das Kerngeschäft bleibt Planung, Bau, Finanzierung, Service und Betrieb von Windparks. Hinzu kommen Biomasse-Projekte und Solar-Beteiligungen. Die finanzielle Basis der geplanten weiteren Expansion wurde mit der Ende Mai erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung geschaffen, die dem Unternehmen etwa 45 Millionen Euro Mittelzufluss gebracht hat. Im ersten Halbjahr wurden zudem zwei Windparks mit zehn Anlagen und 15 Megawatt installierter Leistung in Betrieb genommen. Neun weitere Windparks mit 51 Anlagen und einer installierten Leistung von zusammen etwa 75 Megawatt sind in Bau. Im Bereich Biomasse werden gegenwärtig 27 Projekte konkret bearbeitet: Zwölf Biomasseverbrennungsanlagen sowie 15 Projekte im Bereich Biogas. Das erste Projekt, eine Biomasseverbrennungsanlage in Silbitz (Thüringen) mit Investitionskosten von etwa 23 Millionen Euro, befindet sich in der Umsetzung. Der Genehmigungsbescheid des Landesverwaltungsamtes Thüringen liegt vor. Der Auftrag an den Generalunternehmer ist vergeben.

Der Bereich Offshore bearbeitet Projekte zum Bau von Windparks auf See im nationalen und internationalen Bereich. Im Inland wird konkret an zwei Offshore-Projekten in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Bundesrepublik Deutschland gearbeitet. Für das Projekt "Borkum Riffgrund" mit etwa 200 Windkraftanlagen sind wichtige Vorarbeiten geleistet: Die Antragskonferenz beim Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg wurde im Mai erfolgreich durchgeführt. Die ersten umwelttechnischen Untersuchungen per Schiff begannen Anfang Juli. Das Projekt befindet sich genau im Zeitplan. Baubeginn ist für 2003/4 vorgesehen, die Investitionskosten werden bei etwa 1,6 Milliarden Euro liegen. Noch wesentlich jünger ist das Offshore-Windpark-Projekt "Belt See". Der Antrag dafür wurde im Mai beim BSH eingereicht. Der Standort liegt in der Ostsee innerhalb der AWZ nordöstlich von Fehmarn und bietet ein Potential von bis zu 83 Anlagen. Hier wird mit Investitionskosten von fast 660 Millionen Euro gerechnet.