Plambeck: Antrag für Offshore-Windpark

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Die Plambeck Neue Energien AG hat heute beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) den Antrag für ein Offshore-Windpark-Projekt in der Nordsee eingereicht. Damit ist ein erster Schritt zur Umsetzung dieses Vorhabens unter dem Namen Windpark Borkum Riffgrund getan. Das Gesamtprojekt wird nach den bisherigen Berechnungen Investitionen von rund 1,7 Milliarden DM erfordern.


Der Antrag bezieht sich auf eine Fläche etwa 35 Kilometer nördlich von Borkum in der Deutschen Bucht innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Planungsfläche umfasst 365 Quadratkilometer. Das ist ausreichend für den Bau von bis zu 579 Anlagen der 3-MW-Klasse. In einer ersten Projektphase mit drei Ausbaustufen sollen bis zu 159 Anlagen auf einer Teilfläche von 92 Quadratkilometern errichtet werden. Der Baubeginn wird für den Zeitraum 2003/2004 angestrebt. Die Plambeck Neue Energien AG geht davon aus, dass entwickelte und erprobte 3-MW-Anlagen eingesetzt werden. In einer ersten Pilotphase ist die Errichtung von 30 Anlagen vorgesehen. Parallel dazu werden umfangreiche Untersuchungen zu Auswirkungen des Offshore-Windparks auf die Meeresumwelt und die maritime Ökologie erfolgen. Bereits während der bisherigen umfangreichen Planungen wurde ökologischen Aspekten breiter Raum eingeräumt. Die Ergebnisse des vorgesehenen Monitoringprogramms werden in die Planung und den weiteren Ausbau des Offshore-Windparks einfließen.


Abzuwarten bleibt, ob 5-MW-Windkraftanlagen so schnell zur technischen Reife gelangen, dass diese Anlagen auf See installiert werden können. Die Plambeck Neue Energien AG setzt daher zunächst die bis dahin bereits bewährten Anlagen der 3-MW-Klasse. Davon können in dem Gebiet der Nordsee bis zu 579 Anlagen mit einer Leistung von zusammen 1737 MW installiert werden. Die Wassertiefe an dem vorgesehenen Standort schwankt zwischen 25 und 33 Meter. "Dieses ist ein gewaltiges Projekt. Um die Nutzung der regenerativen Energien weiter voranzubringen, ist es notwendig den künftigen Ausbau im Offshore-Bereich zu realisieren", kommentierte Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender der Plambeck Neue Energien AG. "Offshore ist die große Chance zum nachhaltigen Ausbau der Windenergie. Wir wollen diese Chance nutzen. Dabei werden wir von ersten Erfahrungen mit skandinavischen Offshore-Windparks profitieren."