Strom und Wärme

Pilotprojekt zur Wasserstoffgewinnung in Kläranlage

In der Kläranlage in Bottrop soll in einem neuartigen Verfahren Faulgas zu gasförmigen Wasserstoff aufbereitet werden. NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) gab gestern den Startschuss für das Vorhaben der Emschergenossenschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Bottrop, wie das Ministerium mitteilte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bottrop (ddp-nrw/sm) - Das Land und die Europäische Union (EU) fördern das Pilotprojekt mit rund 1,2 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen den weiteren Angaben zufolge bei rund 3,7 Millionen Euro.

Das Projekt soll nach Angaben von Thoben dazu beitragen, den "immer bedeutender werdenden Energieträger Wasserstoff" in nennenswertem Anteil zu erzeugen. Wasserstoff wird insbesondere für die Brennstoffzellentechnik benötigt. Ein Teil des Faulgases, das derzeit zur Kraft-Wärme-Kopplung genutzt wird, werde daher abgezweigt und zu Erdgas sowie in einem weiteren Schritt zu Wasserstoff aufbereitet.

Der Wasserstoff werde dann zu einem nahe gelegenen Schulzentrum geleitet und in einem Blockheizkraftwerk eingesetzt, um das Zentrum inklusive des dortigen Schwimmbades mit Strom und Wärme zu versorgen. Mit dem verbleibenden Erdgas sollen Erdgasfahrzeuge aus dem Fuhrpark der Emschergenossenschaft betankt werden.

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