Kombinierte Heizsysteme

Pilotprojekt zu umweltfreundlichem Heizen startet

In Rheinland-Pfalz startet im April ein Pilotprojekt zu umweltfreundlichem Heizen. Untersucht werden soll, inwieweit private Haushalte von einer kombinierten Nutzung von Holzpellets und Solarthermik profitieren würden. Auf den Prüfstand sollen auch die Finanzierungsmodelle.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp/sm) - Erneuerbare Energien sollen in Rheinland-Pfalz nach dem Willen der Landesregierung stärker zum Heizen genutzt werden. Dazu startet in diesem Monat in den Landkreisen Kaiserslautern und Birkenfeld ein auf anderthalb Jahre angelegtes Pilotprojekt. Untersucht werden soll, wie Privathaushalte von einer Kombination aus Holzpellet-Heizung und solarthermischer Anlage profitieren. Teil des Projekts ist nach Angaben des Mainzer Umweltministeriums vom Wochenende die Erprobung eines neuen Finanzierungsmodells, bei dem alle Investitionsrisiken von einem Dritten übernommen werden.

In einem ersten Schritt sind Informationsveranstaltungen für interessierte Handwerksbetriebe geplant. Gleichzeitig sollen mit den Sparkassen und Banken Finanzierungsmöglichkeiten für solarunterstützte Holzpellet-Heizungen geschaffen werden. Anschließend könnten sich Hauseigentümer über den Einbau eines kombinierten Heizsystems auf Basis des neuen Finanzierungsmodells informieren. Am Ende des Projekts sollen die Erfahrungen dokumentiert werden, um das Konzept auf das ganze Land auszudehnen.

"Wir brauchen überall in Rheinland-Pfalz neue Wärmesysteme, die Energie einsparen und unsere Ressourcen schonen", betonte Umweltministerin Margit Conrad (SPD). Mit kombinierten Heizsystemen könne in zahlreichen Gebäuden in den Sommermonaten der Warmwasserbedarf zu fast 100 Prozent durch den Solarkollektor gedeckt werden. In der Übergangszeit und im Winter erzeuge die Pelletheizung die benötigte Wärmemenge zur Raumheizung und Brauchwassererwärmung.