Konzept

Piebalgs: Sicherheitsstandards für Stromnetze festlegen

Nach den europaweiten Stromausfällen vom Samstag hat die Europäische Kommission einheitliche Sicherheitsstandards für die Energienetze gefordert, die den Netzwerkbetreibern verbindlich vorgeschrieben werden sollen. Dazu werde ein Strategiepapier erarbeitet, das im Januar vorliegen soll.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (ddp/sm) - Energiekommissar Andris Piebalgs habe zudem die Betreiber aufgefordert, genau darzulegen, wie es zu dem Stromausfall am vergangenen Samstag kommen konnte sagte sein Sprecher Ferran Tarrandellas am Montag in Brüssel.

Auch habe Piebalgs die Vertreter der nationalen Regulierungsbehörden darum gebeten, so schnell wie möglich Lehren aus dem Vorfall zu ziehen. Den weiteren Angaben des Sprechers zufolge strebt Piebalgs an, die bisher auf informeller Ebene zusammenarbeitenden Netzbetreiber zu einem formellen Gremium auf der Basis des EU-Rechts zusammenzuführen. Nur so könne ein einheitliches Vorgehen bei den technischen Standards und dem Aufbau neuer Verbindungsleitungen sichergestellt werden.

In dem Strategiepapier soll es auch um die Entflechtung des Strommarkts gehen. Ob dabei die Überlegungen von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes aufgegriffen werden, den Stromkonzernen die Kontrolle über die Netze zu nehmen, sei aber noch völlig offen, sagte Tarrandellas auf Nachfrage.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte gestern sich gegen eine neue europäische Regulierungsbehörde ausgesprochen.