Podiumsdiskussion

Piebalgs: Ostsee-Gaspipline als Schlüsselprojekt

In Passau diskutierten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und E.ON-Vorstand Johannes Teyssen über das Thema "Energiewirtschaft - Strategien für die Zukunft". Den Einführungsvortrag hielt der Journalist und Buchautor Franz Alt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Passau/München (red) - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Menschen in Europa" sprach Alt über erneuerbare Energien und vor allem Sonnenenergie als seiner Ansicht nach beste Energiequelle sowie falsches Energieverhalten.

In der anschließenden Diskussion wurde unter anderem die Gaspipeline angesprochen, die die Ostsee durchqueren und Europa mit Erdgas versorgen soll. Andris Piebalgs sagte, dass die Nordeuropäische Gasleitung die Energiesicherheit von Europa stärken wird: "Ich sehe diese Pipeline als sehr positiv für die Versorgungssicherheit von Europa. Je mehr Möglichkeiten des Transports von Gas wir haben, desto besser," so der EU Energiekommissar. "Je mehr Leitungen wir haben, desto sicherer ist die Versorgung. Ich sehe das ganz positiv. Die Frage ist nur, dass beim Bau alle relevanten Umweltfaktoren eingehalten werden, aber auch das sehe ich positiv."

Die EU-Kommission stufte die geplante Pipeline durch die Ostsee kürzlich als vorrangiges Energieprojekt von gesamteuropäischem Interesse ein und nahm die Pipeline als Schlüsselprojekt für die künftige Energieversorgung Europas in die so genannte TEN-E-Liste (Transeuropäisches Netzwerk der Energie) auf. Die Gasleitung soll rund ein Viertel des zusätzlichen Bedarfs in der EU im Jahr 2015 decken.

"Menschen in Europa" ist eine Veranstaltung der "Passauer Neuen Presse", die in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt wird.

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