Beispielhaft

Photovoltaikanlage in Tübingen mit energreen-Mitteln gefördert

Im Technologiepark Tübingen-Reutlingen haben die Stadtwerke Tübingen eine der größten Solarstrom-Anlagen Deutschlands errichtet: Eine rund 600 Quadratmeter große Modulfläche soll fortan jährlich rund 63.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Anschubfinanzierung von 90.000 Euro wurde von energreen-Kunden via Förderbeitrag "gesponsert".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stadtwerke Tübingen haben auf dem ersten Laborgebäude im Technologiepark Tübingen-Reutlingen eine der größten Solarstrom-Anlagen Deutschlands errichtet. Die Anlage wurde mit energreen-Mitteln bezuschusst, die von den energreen-Kunden "vor Ort" stammen.

Seit dem Frühjahr 2000 bieten die Stadtwerke Tübingen GmbH Öko-Strom unter dem Namen energreen an. Dieser Strom ist nach dem "Grünen Strom Label in Gold" zertifiziert und entspricht damit den höchsten Anforderungen für Ökostrom. Mittlerweile bieten 77 Stadtwerke diesen Ökostrom an.

Die Kunden zahlen dabei einen Förderbeitrag von vier Cent je Kilowattstunde netto. Diese Mittel werden zu mindestens 80 Prozent dazu verwendet, neue Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung zu installieren. Inzwischen haben sich mehr als 700 Tübinger Kunden für den Bezug von energreen entschieden. Seit der Einführung von energreen sind so rund 90.000 Euro zusammen gekommen, die den Grundstock für die Finanzierung der Anlage bilden. Der Großteil wird allerdings über die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert.

Die gesamte Dachfläche und die Südfassade des ersten Laborgebäudes des Technologieparks Tübingen-Reutlingen konnte so mit Solarzellen bestückt werden. Die insgesamt 600 Quadratmeter große Modulfläche erbringt eine Gesamtleistung von 70 Kilowatt. Es ist eine Jahreserzeugung von etwa 63.000 Kilowattstunden zu erwarten. Diese Strommenge entspricht dem Jahresbedarf von 25 Tübinger Haushalten.

Auf dem Dach konnten 246 Module mit einer Fläche von rund 380 Quadratmetern und einer Leistung von 44 Kilowatt installiert werden. Auch die Südfassade wurde mit insgesamt 144 Modulen und einer Fläche von 220 Quadratmetern bestückt. Die Module an der Fassade erbringen eine Leistung von 26 Kilowatt.

Bei der zu erwartenden Lebensdauer von 20 Jahren werden mehr als 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom umweltfreundlich erzeugt. Damit wird eine Kohlendioxid-Emission von mehr als 750 Tonnen vermieden.