G8-Staaten

Pflüger will Klimaschutz zum "Mond-Projekt unserer Zeit" machen

Zum Auftakt des G8-Umweltministertreffen der in Potsdam hat der CDU-Politiker Pflüger ein "Mann-auf-dem-Mond-Projekt" zum Klimaschutz gefordert. Die G8-Staaten sollten sich das Ziel setzen, in zehn Jahren den Klimawandel im Griff zu haben und ein entsprechendes Aktionsprogramm beschließen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-bln/sm) - So wie US-Präsident John F. Kennedy einst vorgegeben habe, in zehn Jahren einen Amerikaner auf dem Mond zu bringen, müssten die wichtigsten acht Industriestaaten nun vorgeben, in zehn Jahren den Klimawandel im Griff zu haben, sagte der Berliner CDU-Oppositionschef Friedbert Pflüger der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Die Treffen der in der G8-Gruppe vereinten Industriestaaten in Potsdam und Heiligendamm müssten als Chance genutzt werden, den Stopp des Klimawandels "zum Mann-auf-dem-Mond-Projekt unserer Zeit zu machen" verlangte Pflüger.

Der CDU-Politiker trat zugleich für einen globalen Kohlendioxid-Emissionshandel ein. "So können wir mit marktwirtschaftlichen Elementen einen fairen Ausgleich zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern schaffen", sagte er. Den Entwicklungs- und Schwellenländern müsse das Angebot für ein so genanntes Kyoto-Plus gemacht werden, wonach das bestehende Kyoto-Protokoll zum Umweltschutz auf der Basis einer Gleichverteilung der Emissionsrechte weiter entwickelt werde.

Nach Pflügers Ansicht sollten die G8 ein Aktionsprogramm beschließen, wodurch Technologie zur besseren Nutzung von Sonne, Wind und Wasser in Entwicklungs- und Schwellenländer komme und viele dieser Länder allein dadurch schon energie-autark werden könnten. Pflüger: "Es geht um einen ökologischen Marshallplan." Damit könnten sowohl Entwicklung und Umwelt als gleichzeitig auch der Frieden gefördert werden.