In Baden-Württemberg

Pfister will EnBW-Gaspreiserhöhung überprüfen

Die von der Gassparte der EnBW zu Beginn dieser Woche angekündigte Gaspreiserhöhung wird sich einer genauen Überprüfung durch das baden-württembergische Wirtschaftsministerium unterziehen müssen. Das kündigte Minister Pfister an, warnte jedoch davor, die Kartellaufsicht als "Allheilmittel" anzusehen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat eine genaue Prüfung der Gaspreiserhöhung der EnBW Gas GmbH angekündigt: "Das Wirtschaftsministerium als Landeskartellbehörde wird nunmehr penibel prüfen, ob die konkrete Preiserhöhung durch die höheren Einkaufspreise gerechtfertigt ist und ob der höhere Einkaufspreis der EnBW Gas GmbH hätte vermieden werden können", sagte er gestern in der Landeshauptstadt.

Der Minister wies jedoch darauf hin, dass die Kartellaufsicht des Landes zwar wichtig, aber kein Allheilmittel gegen Gaspreiserhöhungen sei. Prüfungen in der Vergangenheit hätten gezeigt, dass die Gasversorger es vermeiden, mehr als reale Preissteigerungen ihrer Vorlieferanten weiterzugeben. Neben der Landeskartellbehörde müsse deshalb auch das Bundeskartellamt die Preise der Vorlieferanten genau betrachten.

Von der Gaspreiserhöhung um 0,5 Cent pro Kilowattstunde der EnBW Gas GmbH zum 1. November sind nach Angaben des Ministeriums unmittelbar etwa 230 000 Gasendkunden betroffen.