Bilanz 2002

Pfalzwerke setzen weiter auf Wachstumskurs

Bei der Vorlage des Geschäftsberichts für 2002 ging Pfalzwerke-Vorstand Günther Koch davon aus, dass sich die Arbeit des zum 1. Juli 2004 vorgesehen Regulierers an den in der Praxis erprobten Prinzipien der "Verbändevereinbarung II plus" orientieren wird. Gleichzeitig verkündete er die Anhebung der Dividende von sechs Euro auf 6,50 Euro pro Stückaktie.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Ludwigshafener Energieversorger Pfalzwerke hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 eigenen Angaben zufolge seine Position im Energiemarkt erfolgreich ausgebaut. "In Deutschland funktioniert eine effiziente Marktöffnung nach dem System des verhandelten Netzzugangs mit Vereinbarungen, die gemeinsam von den Verbänden der Stromwirtschaft und von den Stromkunden erarbeitet wurden und beidseitig anerkannt sind. Das Prinzip des verhandelten Netzzugangs hat sich bewährt", beurteilt Pfalzwerke-Vorstand Günther Koch die aktuelle Lage.

Koch ging in seiner Rede davon aus, dass sich die Arbeit des zum 1. Juli 2004 vorgesehen Regulierers an den in der Praxis erprobten Prinzipien der "Verbändevereinbarung II plus" orientieren wird. Nur so werde Kontinuität gewahrt und sichergestellt, dass Netze weiterhin vernünftig betrieben und ausgebaut werden können. In der von der EU geforderten Trennung des Netzbetreibers von den Energievertriebsaktivitäten (Legal Unbundling) bis spätestens zum 1. Juli 2007 sähe das Unternehmen weitere Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen.

Insgesamt lieferten die Pfalzwerke im vergangenen Jahr 6,9 Milliarden Kilowattstunden Strom. Der Umsatz stiegt von 432,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 455,9 Millionen Euro im Berichtsjahr. Außerhalb des Stromgeschäftes hätten sich insbesondere die Umsätze aus Contractingprojekten und Erschließungsmaßnahmen um 35 Prozent auf 19,7 Millionen Euro erhöht. Zudem hätten die Pfalzwerke ihr Engagement bei Zukunftstechnologien wie Brennstoffzellen und Geothermie weiter forciert. Mitte dieses Jahres wird eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle im Kreiskrankenhaus Grünstadt ihren Probebetrieb aufnehmen und das Krankenhaus dezentral mit Wärme, Strom, Kälte und Notstrom versorgen. Im Geothermieprojekt in Soultz wurden die beiden vorgesehenen 5000-Meter-Bohrungen erfolgreich abgeschlossen. Eine dritte Bohrung ist für das Jahr 2003 geplant, so dass dort Ende 2005 Strom produziert werden kann.

Der Überschuss von etwa 12 Millionen Euro gestattet eine Anhebung der Dividende auf 6,50 Euro (Vorjahr: 6 Euro) pro Stückaktie.