Personalie: EnBW Arbeitsdirektor Hans-Jürgen Arndt wird 60

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"Wir haben - wie versprochen - sowohl die Fusion von Badenwerk und EVS als auch den aktiven Start der EnBW in den neuen Energiewettbewerb ohne eine einzige betriebsbedingte Kündigung gemeistert." So beschreibt Hans-Jürgen Arndt, EnBW Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor, den größten Erfolg seiner Arbeit der letzten Jahre. Morgen wird Arndt 60 Jahre alt. Das Unternehmen würdigte Arndt in einer in Karlsruhe veröffentlichten Erklärung als einen "Brückenbauer zwischen sozialen Interessen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten." Dass die EnBW nach der Befreiung aus den Fesseln des Monopols ganz rasch zu einem anerkannten Mitgestalter des europäischen Strommarktes habe werden können, sei vor allem auch den von Hans-Jürgen Arndt entwickelten und im Unternehmen eingeführten modernen Personalentwicklungs-Instrumenten zu verdanken. Dazu zählen - unter anderem - Altersteilzeit, Vorruhestand und eine unlängst abgeschlossene, bis zum Juni 2003 geltende Vereinbarung, nach der es auch künftig keine fusions- oder betriebsbedingten Kündigungen bei der EnBW geben wird.


Hans-Jürgen Arndt hat freilich bereits lange vor seiner erstmaligen Berufung in den Vorstand eines Energieunternehmens - 1993 wurde er zum Arbeitsdirektor der damaligen Badenwerk AG gewählt - Zeichen in der Energiewirtschaft gesetzt: Vor allem als baden-württembergischer Landesvorsitzender der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (1988 bis 1992) und als Mitglied zahlreicher ÖTV-Tarif- und Verhandlungskommissionen hat Arndt in Jahrzehnten an einem fairen Interessenausgleich zwischen den Unternehmen und ihren Mitarbeitern mitgewirkt.


Seit der Zusammenführung der Badenwerk Holding AG und der Energie-Versorgung Schwaben Holding AG zur neuen EnBW Energie Baden-Württemberg AG im August 1997 gehört Hans-Jürgen Arndt dem EnBW Vorstand an. Arndts Zuständigkeitsbereich umfasst - neben der Aufgabe des Arbeitsdirektors - auch die Verantwortung für die Materialwirtschaft, die Informationsverarbeitung, Organisationsstrukturen, sowie das EnBW Geschäftsfeld Verkehr. Für Hobbys hat Hans-Jürgen Arndt nie sehr viel Zeit gehabt - aber: Er ist immer dem Sport verbunden geblieben, liebt vor allem Mannschaftssportarten, "weil sie - wie wohl kein anderer Lebensbereich - Teamgeist vermitteln, auch das solidarische Teilen von Siegen und Niederlagen."