Nachfolge

Personaldebatte bei der Bundesnetzagentur

Bezüglich der Nachfolge von Matthias Kurth als Präsident der Bundesnetzagentur sind widersprüchliche Informationen im Umlauf. Während sich die CDU für die ehemalige Umwelt- und Verkehrsministerin von Baden-Württemberg, Tanja Gönner, starkmachen soll, scheint die CSU Klaus-Dieter Scheurle, Kurths Vorgänger, zu favorisieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Bonn (dapd/red) - Die Nachfolge von Matthias Kurth als Präsident der Netzagentur hat zu Spekulationen über konkurrierende Kandidaten von CDU und CSU geführt. Die "Stuttgarter Zeitung" meldete am Freitag, die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel favorisiere die frühere baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU). "Die Welt" berichtete dagegen, CSU-Chef Horst Seehofer wolle Kurths Vorgänger Klaus-Dieter Scheurle (CSU) vorschlagen. Die Spekulationen wurden auf dapd-Anfrage in hohen CSU-Kreisen als Unsinn bezeichnet.

Entscheidungsfindung noch keineswegs abgeschlossen

Eine Vorentscheidung soll angeblich beim Koalitionsausschuss am Sonntag fallen, die endgültige Festlegung soll auf der Beiratssitzung der Bundesnetzagentur am 21. November getroffen werden. Vor Gönner und Scheurle war auch der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer als möglicher Kandidat genannt worden. Weil dieser aber ein Überhangmandat bekleidet, gäbe es für ihn im Bundestag keinen Nachfolger, wenn er an die Spitze der Bundesnetzagentur wechseln würde. Dadurch würde die Kanzlermehrheit der Koalition im Bundestag schwinden.