Falsche Aussagen

Pelletheizungen sind keine Feinstaub-Schleudern

Das ARD-Magazin "Plusminus" warnte kürzlich vor Pelletheizungen, da diese Feinstaub und gefährlichen Gasen ausstoßen würden. Die Initiative Pro Pellets informiert nun, dass bei der Studie nicht ausschließlich Pelletheizungen untersucht wurden, diese hätten nämlich einen sehr geringen Feinstaubausstoß.

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Wismar (red) - Immer wieder warnen Medienberichte vor hoher Feinstaubbelastung bei Holzheizungen. Dabei werden vielfach Äpfel mit Birnen verglichen, meint die Initiative Pro Pellets, so auch im ARD-Magazin "Plusminus" am vergangenen Dienstag. Die Rede war dort von Pelletheizungen als "Feinstaub-Schleudern", von "vorzeitigen Todesfällen an Atemwegserkrankungen" und einem "Schadstoffcocktail" - das sind jedoch pauschalierte Fehlurteile.

Die Studie, die dem Fernsehbeitrag zugrunde liegt, beziehe sich auf Österreich und betrachte nicht vordergründig Pelletheizungen, sondern vor allem herkömmliche Holzverbrennungsanlagen im Inntal. Zutreffend ist zwar, dass auch Pelletanlagen genauso wie Ölheizungen Staubemissionen verursachen. Diese liegen jedoch nur zwischen fünf und 20 Milligramm pro Kubikmeter Abluft und damit weit unter den DIN-Vorgaben. Andere Holzheizungen (alte Scheitholzkessel, Kamine, Hackschnitzelkessel, Kachelöfen) weisen deutlich höhere Werte auf, die zum Teil sogar über dem zulässigen Grenzwert von 150 Milligramm pro Kubikmeter Abluft liegen.

Dies bestätige auch das Umweltbundesamt. In einer Pressemeldung stellt es Pelletheizungen ein gutes Zeugnis aus: "Es gibt auf dem Markt bereits moderne Holzfeuerungsanlagen, die relativ geringe Feinstaubemissionen verursachen. Dazu zählen in erster Linie mit Holzpellets – kleinen Holzpresslingen - betriebene Feuerungen." Viele besonders emissionsarme Pelletöfen und -heizkessel haben bereits das Umweltzeichen "Blauer Engel" erhalten. "Pelletkessel sind die besten Holzfeuerungen, die wir haben", erklärt Bernd Krause vom Umweltbundesamt.

Darüber hinaus weisen neueste Untersuchungen darauf hin, dass der Feinstaub aus Pelletheizungen aufgrund seiner Zusammensetzung fünf-bis zehnmal weniger gefährlich ist als Ruß aus herkömmlichen Holzheizungen oder Dieselmotoren, so die Initiative Pro Pellets weiter. Er wird in den menschlichen Atemwegen fast komplett aufgelöst, wie ein Gutachten von Prof. Thomas Nussbaumer vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum bestätigt. Pelletheizungen sind also nicht nur wegen ihrer guten CO2-Bilanz unbedenklich - in diesem Punkt sind sie Öl- und Gasheizungen deutlich überlegen. Wer Pellets verfeuert, heize wirtschaftlich,umweltfreundlich und vor allem zukunftssicher, da Holz im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas noch lange vorrätig sein wird.