Frühzeitiger Verschleiß

PC-WELT: Permanente Netzstromversorgung schadet Notebook-Akkus

Hitze und ständige Ladeversuche führen zu frühzeitigem Verschleiß der Akkus, wenn das Notebook überwiegend an der Steckdose betrieben wird. Davor warnt die Computerzeitschrift PC-Welt und rät, die Akkus in diesem Fall auszubauen und an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Anwender, die ihr Notebook überwiegend an der Steckdose betreiben, sollten unbedingt den Akku aus dem Gehäuse entfernen. Dies empfiehlt die PC-WELT, Deutschlands meistverkauftes Computer-Monatsmagazin, in ihrer aktuellen Ausgabe (6/2004). Der Grund: Ständiger Netzbetrieb setzt die Energiespeicher den beiden schlimmsten Alterungsfaktoren aus: Verkürzte Ladezyklen und Hitze.

Zur Erklärung: Beim Betrieb an der Steckdose versucht das Notebook, den durch Kriechströme und Selbstentladung schwindenden Ladezustand des Akkus ständig auf einhundert Prozent zu halten. Doch diese kurzen, permanent stattfindenden Ladezyklen gehen zu Lasten der Haltbarkeit des Energiespeichers. Denn moderne Notebooks-Akkus, so die PC-WELT, machen im Laufe ihres Daseins nicht mehr als 500 bis 1000 Ladezyklen mit.

Des Weiteren sind im Netzbetrieb meist die Energiesparoptionen des Notebooks deaktiviert. Das bedeutet, dass die beiden schlimmsten Stromfresser - der Prozessor und der Grafikchip - überwiegend mit voller Leistung laufen. Der Rechner wird so nicht selten auf bis zu 60 Grad Celsius erwärmt. Mit dem Ergebnis: Die bei Notebooks überwiegend verwendeten Lithium-Ionen-Akkus verlieren unwiederbringlich ihre Leitfähigkeit.

PC-WELT-Tipp: Wer seine Notebook-Akkus fit halten möchte, sollte sie vor dem Ausbau etwa zu zwei Dritteln aufladen und an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahren. Aber auch dann sollte der Ladezustand regelmäßig kontrolliert werden. Denn ausgebaute Akkus verlieren auf lange Sicht ebenfalls Strom, was bei einer vollständigen Entladung zu irreparablen Schäden führt.