Belgien

Pannenserie in AKW Tihange setzt sich fort

Im belgischen Atomkraftwerk Tihange nahe der deutschen Grenze ist es erneut in einem der beiden Reaktoren zu einem Zwischenfall gekommen. Reaktorblock 1 wurde heruntergefahren, weil es Auffälligkeiten an einer Pumpe gab, berichtet eine belgische Nachrichtenagentur.

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Lüttich (dpa/red) - Ein Reaktor des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Tihange nahe der deutschen Grenze ist nach einem Zwischenfall erneut abgeschaltet worden. An einer Pumpe habe es am Dienstag Auffälligkeiten gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Der Reaktor Tihange 1 sei für Kontrollen vom Netz genommen worden. Nach drei Wochen könne der Reaktor wieder hochgefahren werden.

Zwischenfälle in Tihange häufen sich

In dem nur 70 Kilometer von Aachen entfernten Kraftwerk war es immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Der jetzt betroffene Block 1 war zuletzt im Dezember 2015 wegen eines Feuers kurzzeitig außer Betrieb. Reaktorblock 2 wurde im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet und ging trotz Haarrissen im Reaktorbehälter im Dezember 2015 wieder ans Netz.

Quelle: DPA