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Panne im AKW Gundremmingen legt Block C lahm

Beim Wiederanfahren von Block C der Kernkraftwerks Gundremmingen hat es am vergangenen Donnerstag einen Kurzschluss im Generator gegeben. Aus diesem Grund muss derzeit knapp ein Sechstel des bayerischen Strombedarfs mit Hilfe von Reservekraftwerken erzeugt werden.

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Gundremmingen (ddp-bay/sm) - Wegen einer konventionellen Panne im Atomkraftwerk (AKW) Gundremmingen muss derzeit knapp ein Sechstel des bayerischen Strombedarfs mit Hilfe von Reservekraftwerken erzeugt werden.

Beim Wiederanfahren von Block C habe es am vergangenen Donnerstag einen Kurzschluss im Generator gegeben, sagte AKW-Sprecherin Simone Rusch am Dienstag auf ddp-Anfrage. 32 Mitarbeiter seien nach einem Räumungsalarm aus dem Generatorbereich evakuiert worden. Dieser Zwischenfall habe aber keine Auswirkungen auf den Strahlenschutz gehabt, betonte sie. Der Schaden sei "schwer zu beziffern".

Block B und C von Gundremmingen - Block A wurde bereits Mitte der 70er Jahre nach einem Störfall stillgelegt - erzeugen täglich knapp 30Millionen Kilowattstunden Strom. Block C war am 4. Juli planmäßig abgeschaltet worden, um Brennelemente auszutauschen. Schon damals seien Probleme mit dem Generator festgestellt worden, sagte Rusch. Deshalb sei Block C länger als geplant vom Netz geblieben. Derzeit werde noch immer kein Strom geliefert und nach den Schadensursachen gesucht. Fachpersonal erstelle ein Reparaturkonzept. Wann Block C wieder anlaufen kann, stehe noch nicht fest.