Überwachung von Windanlagen

OWB-Studie: Online Condition Monitoring bewährt sich im Praxistest

Die Ostwind Betriebsgesellschaft (OWB) hat in einem praxisorientierten Härtetest mit sechs verschiedenen Online Condition Monitoring-Systemen an acht Windmühlen unterschiedlicher Leistungsklassen herausgefunden, dass OCM ist für alle Anlagen mit mehr als einem Megawatt Leistung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

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Die Ostwind Betriebsgesellschaft (OWB), die für die Betriebsführung von 200 Windenergieanlagen in ganz Deutschland verantwortlich ist, hat jetzt die Bilanz ihrer einjährigen Testreihe über verschiedene Online-Condition-Monitoring-Systeme vorgestellt. Demnach hat sich das Online-Condition-Monitoring (OCM) als verlässliches Instrument zur vorausschauenden Überwachung von Windkraftanlagen prinzipiell bewährt, wie Ostwind-Geschäftsführer Andreas Hahn am Firmensitz im sächsischen Bockelwitz bekannt gab.

"Nach unserem praxisorientierten Härtetest mit sechs verschiedenen OCM-Systemen an acht Windmühlen unterschiedlicher Leistungsklassen können wir eine eindeutige Empfehlung aussprechen: OCM ist für alle Anlagen mit mehr als einem Megawatt Leistung technisch und wirtschaftlich sinnvoll", sagte Hahn weiter. Das Online Condition Monitoring dient der vorbeugenden Instandhaltung von Windenergieanlagen (WEA). An zentralen Komponenten wie dem Getriebe oder dem Generatorlager messen elektronische Sensoren permanent den Zustand dieser Systeme. So lassen sich dort frühzeitig Verschleißerscheinungen und Materialermüdungen wahrnehmen und genau im richtigen Moment notwendige Reparaturmaßnahmen durchführen. Bei den OCM-Systemen gibt es nur unwesentliche Unterschiede im Bereich der Hardwarekonfiguration. Deutlich verschieden sind aber die Herangehensweise in der Datenbearbeitung und Archivierung sowie die Form der Visualisierung. "Das hat zur Folge, dass die einzelnen Systeme in ihrer Handhabbarkeit für die Betriebsführung relevante Unterschiede aufweisen", heißt es in dem OWB-Bericht.

"Es ist ein Hilfsmittel zur vorbeugenden Instandhaltung, dessen Einsatz im Verhältnis zur ursprünglichen Investition und den möglichen Verlusten gerechtfertigt ist," fasste Hahn das Untersuchungsergebnis zusammen.