Verbandsversammlung

OVAG: Bilanz und Gründung einer Handelsgesellschaft

Mit der "ovag Energie AG" hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe eine Handelsgesellschaft gegründet, in der künftig Netz und Betrieb - wie europarechtlich vorgeschrieben - getrennt werden. Gleichzeitig zog OVAG-Vorstandsvorsitzender Hans-Ulrich-Lipphardt eine positive Halbjahresbilanz.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Von einer "neuen Zeitrechnung" sprach der Vorstandsvorsitzende der Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG), Hans-Ulrich Lipphardt auf der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberhessische Versorgungsbetriebe. Zuvor hatte das Gremium die Trennung zwischen Netz und Betrieb umgesetzt und die Handelsgesellschaft "ovag Energie AG" gegründet.

Durchweg positiv fiel die Bilanz von Lipphardt zur momentanen wirtschaftlichen Lage der OVVG (Oberhessische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH) aus. Die Stromerlöse seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 9,8 Prozent gestiegen. Bis 31. Juli 2002 habe die OVAG rund 1,15 Millionen Megawattstunden absetzen können. Dies entspreche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 1,9 Prozent. "Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die warme Witterung zu Beginn dieses Jahres, aber gleichfalls auf die schwache Konjunktur zurückzuführen." Die Strombezugskosten seien von Januar bis Juli um 10,4 Millionen Euro, also um 22,5 Prozent gestiegen. Der Strombezug habe bis Ende Juli bei insgesamt 1,21 Millionen Megawattstunden und damit um ein halbes Prozent niedriger gelegen als in der ersten Hälfte des Jahres 2001. Bei Stromerlösen in Höhe von 107,6 Millionen Euro und Bezugskosten in Höhe von 56,7 Millionen Euro errechne sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein um 800 000 Euro verringerter Rohertrag, der bei letztlich 50,9 Millionen Euro liegt.