Strom und Wärme

OVAG baut neues Blockkraftwerk in Friedberg

Das Projekt in der Wetterau sieht vor, alle Gebäude zu verbinden und mit den vorhandenen Wärmekesseln des Kreis- und des Krankenhauses die Wärme einzuspeisen. Im Krankenhaus selbst wird ein neues Blockkraftheizwerk installiert, das Wärme und Strom mittels Erdgas erzeugt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Friedberg (red) - Der mittelhessische Energieversorger OVAG baut in Friedberg ein neues Blockheizkraftwerk, das Kreishaus, Kreiskrankenhaus, Augustinerschule sowie altes und neues Sparkassengebäude in Friedberg mit Wärme versorgt. Der Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Ab August beginnen die Arbeiten, im Dezember soll das Blockkraftheizwerk die Produktion aufnehmen.

Eine neuere Studie, neuzeitliche Technik, sanierungsbedürftige Heizanlagen sowie der Neubau der Sparkasse Wetterau lassen das Projekt Nahwärmeversorgung unter finanziellen, technischen und vor allem ökonomischen Gesichtspunkten rentabel erscheinen. Die zentrale Wärmeversorgung sei zwar um 4,5 Prozent teurer als die dezentrale, aber der ökologische Vorteil wiege diesen Nachteil auf, heißt es von Seiten der OVAG. Der Ausstoß von Kohlendioxid wird um 400 Tonnen jährlich reduziert.

Das Projekt sieht vor, alle Gebäude zu verbinden und mit den vorhandenen Wärmekesseln des Kreis- und des Krankenhauses die Wärme einzuspeisen. Im Krankenhaus selbst wird ein neues Blockkraftheizwerk installiert, das Wärme und Strom mittels Erdgas erzeugt. Die zusätzlich produzierte elektrische Leistung liegt bei 117 Kilowattstunden. So können bei einer jährlichen Laufzeit von knapp zehn Monaten über 880 000 Kilowattstunden Strom produziert werden.