Schlecht für Tourismus

Ostseebad Thiessow will gegen Kohlekraftwerk klagen

Das Ostseebad Thiessow auf der Insel Rügen will gegen das geplante Steinkohlekraftwerk bei Lubmin vor dem Verwaltungsgericht klagen. Die Gemeinde am Greifswalder Bodden beschreitet den Rechtsweg stellvertretend für die acht Kommunen im Amt Mönchgut-Granitz im Südosten der Urlaubsinsel.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Thiessow (ddp-nrd/sm) - Mit der Klageerhebung werde der Berliner Anwalt Reiner Geulen, ein Spezialist für Verwaltungsrecht, beauftragt, sagte Bürgermeisterin Gisela Zorn am Freitag. Die Gemeindevertretung habe sie ermächtigt, die nötigen Verhandlungen zu führen.

Zorns Angaben zufolge hat sie die Zustimmung, notfalls im Eilverfahren gegen erste Teilgenehmigungen durch das Staatliche Amt für Natur und Umwelt zu klagen, wenn die Stralsunder Behörde einen vorzeitigen Baubeginn für das Kraftwerk zulassen sollte. Geulen vertritt seit Jahren die Gegner des Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock.

Die Gemeinden und das Gastgewerbe im Südosten der Insel Rügen befürchten durch den Bau des 1600-Megawatt-Kraftwerkes am Greifswalder Bodden negative Auswirkungen auf den Tourismus.