Strom-News
GastrasseWährend der im Juni beginnenden Verlegung der Ostseepipeline durch das deutsche Küstenmeer müssen sich Besatzungen von Sportbooten auf Seegebietssperrungen und Sicherheitszonen einstellen. Der Schiffsverkehr wird während des Trassenbaus erheblich zunehmen.
Wolgast/Lubmin (ddp/red) - Vor allem im Greifswalder Bodden würden je nach Baufortschritt zwischenzeitlich Sperrzonen und -korridore eingerichtet, teilte die Wasserschutzpolizei am Mittwoch in Wolgast mit.
Während des Trassenbaus werde es zu einer deutlichen Zunahme des Schiffsverkehrs kommen, sagte Polizeisprecher Hartmut Richter. In Spitzenzeiten seien bis zu 37 Fahrzeuge im Einsatz, darunter ein großes Verlegeschiff, Schwimmbagger, Schuten, Frachter und Versorgungsschiffe. Hinzu kämen Verkehrssicherungs- und Kontrollfahrzeuge von Behörden. Zu Behinderungen komme es vor allem dann, wenn die Verlegeteams das Fahrwasser im Greifswalder Bodden kreuzen würden. Insgesamt werde die Gastrasse an zwei Stellen die bestehenden Schifffahrtswege queren.
Die Polizei rät Schiffsführern sich vor Antritt ihrer Fahrt über Reviersperrungen zu informieren, Aus- und Vorfahrtsregeln einzuhalten und ausreichenden Abstand zu den Bauschiffen zu halten. "Wir appellieren vor allem an die Bootsführer, auf Baustellenbesichtigungen zu verzichten", unterstrich Richter.
Kostenloser Newsletter von Strom-Magazin.de
Der Weg für die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) von Lubmin an der Ostseeküste bis Olbernhau an der deutsch-tschechischen Grenze ist endgültig frei. Unterdessen gehen die Bauarbeiten weiter voran, noch am Donnerstag beginnt der Bau der Anlandestation.
Nach der Erteilung der letzten noch ausstehenden Baugenehmigung durch die südfinnische Umweltbehörde sind die Vorbereitungen zur Verlegung der deutsch-russischen Ostseepipeline angelaufen. Unterdessen waren drei Klagen gegen die deutsche Baugenehmigung eingereicht worden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht auch nach der jüngst vorgestellten Studie des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) zu möglichen Umweltschäden im Greifswalder Bodden durch den Betrieb von Gas- und Steinkohlekraftwerken keinen Anlass für Entwarnung.
Der Oldenburger Energiekonzern EWE plant in Vorpommern den Bau eines großen unterirdischen Erdgasspeichers. Dafür solle der in 450 Metern Tiefe befindliche, etwa 1150 Meter hohe Salzstock Moeckow bei Züssow genutzt werden, sagte EWE-Projektleiter Thomas Beutel am Montag in Wrangelsburg.
Eine Bürgerinitiative "Keine Verdichteranlage in Groß Köris und im Naturpark Dahme-Heideseen" fordert Wingas zum "konstruktiven Dialog" über den Verlauf der umstrittenen Erdgastrasse OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) auf. Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!