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Ostsee-Pipeline: Auch letzter Teilabschnitt genehmigt

Der Weg für die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) von Lubmin an der Ostseeküste bis Olbernhau an der deutsch-tschechischen Grenze ist endgültig frei. Unterdessen gehen die Bauarbeiten weiter voran, noch am Donnerstag beginnt der Bau der Anlandestation.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Cottbus/Kassel/Lubmin (ddp/red) - Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) in Cottbus habe nun auch den letzten Abschnitt für die Erdgas-Fernleitung genehmigt, teilte der künftige Netzbetreiber OPAL NEL Transport GmbH am Donnerstag in Kassel mit.

Die letzte Baugenehmigung betrifft den südlichen Teil der OPAL in Brandenburg. Es geht um einen 126 Kilometer langen Trassenabschnitt in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz. Dazu gehört auch eine Verdichterstation in Baruth. Die Genehmigung für den nördlichen Teil der OPAL in Brandenburg hatte das Landesbergamt Ende 2009 erteilt.

Am heutigen Donnerstag soll in Lubmin der Bau der Anlandestation für die Ostseepipeline beginnen. Von der Station soll ab Herbst 2011 das erste Erdgas aus Russland über die OPAL zu deutschen und europäischen Kunden fließen. Zur Grundsteinlegung auf dem Gelände der Energiewerke Nord wird Umweltminister Backhaus erwartet.

Die Kosten für die Station belaufen sich auf mehr als 100 Millionen Euro. Die Station wird weitgehend automatisch betrieben. Für die Überwachung entstehen drei bis fünf feste Arbeitsplätze. Die Bauarbeiten an der 470 Kilometer langen OPAL gehen weiter zügig voran.