Schäden für Tourismus

Ostfriesische Inseln gegen Kohlekraftwerke an der Küste

Die Bürgermeister der sieben ostfriesischen Inseln haben bei einem Treffen auf Wangerooge eine Resolution gegen den Bau von Kohlekraftwerken an der Nordseeküste verabschiedet. Die geplanten Kraftwerksprojekte in Emden, Wilhelmshaven und im niederländischen Eemshaven würden geschlossen abgelehnt.

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Wangerooge (ddp-nrd/sm) - Die einzige Existenz- und Arbeitsgrundlage der Insulaner bestehe im nachhaltig ausgeübten Fremdenverkehr. Die Basis für diesen Erwerbszweig seien meeresklimatische Bedingungen, saubere Luft, sauberes Wasser und eine intakte Umwelt. Der Tourismus auf den Inseln sichere mindestens 26.000 Arbeitsplätze.

Die Bürgermeister verwiesen darauf, dass sich Ostfriesland zu einer Modellregion für die Nutzung erneuerbarer Energien entwickelt habe. Beim Betrieb von klimaschädlichen Kohlekraftwerken handele es sich um eine rückwärts gewandte Technik, die dem Ruf der Region schaden würde. Sie forderten die Regierungen in Hannover und Berlin dazu auf, den Neubau von Kohlekraftwerken im Ems-Jade-Raum nicht zuzulassen. Das niederländische Eemshaven liege nur 15 Kilometer vom Ostende der Insel Borkum und 25 Kilometer von der Mitte der Insel Juist entfernt. Vom Jadehafen in Wilhelmshaven bis zur Insel Wangerooge seien es nur rund 25 Kilometer.