Ostdeutsche Stadtwerke fordern Quotenregelung bei KWK-Ausbaugesetz

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Die 181 ostdeutschen Stadtwerke im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) fordern die Einführung einer Quotenregelung zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. "Wir brauchen dringend ein KWK-Ausbaugesetz, weil sonst unsere Anlagen im Osten in ihrer Existenz gefährdet sind - und damit zugleich viele Arbeitsplätze" erklärte Eberhard Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Cottbus GmbH und Vorsitzender der VKU-Ost-Landesgruppen.


Dieses Gesetz habe für die Stadtwerke im Osten eine besondere Bedeutung: Aufgrund des großen Fernwärmebedarfs gebe es dort viele neue Anlagen, die erst in den letzten Jahren in Betrieb genommen werden konnten, noch lange nicht abgeschrieben seien und bedingt durch das gesunkene Preisniveau auf der Erzeugungsebene eine längerfristige Förderung bräuchten. Vor allem sei ohne den Erhalt und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung eine signifikante Änderung der Kohlendioxid-Emissionen nicht möglich. Eine KWK-Quotenlösung mit marktwirtschaftlich organisiertem Zertifikatshandel sei dafür die beste Lösung. Alle bisher aus dem Hut gezauberten Schnellschüsse seien dazu keine Alternative, so Walter abschießend.