Beschlossen

Optionsvertrag für Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel unterzeichnet

Gemeinsam mit den Grundstückseigentümern, dem Land Schleswig-Holstein und der Hafengesellschaft Brunsbüttel, hat die SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co KG am Donnerstag den Grundstücksvertrag für ein Steinkohlekraftwerk am Elbehafen Brunsbüttel unterzeichnet.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brunsbüttel (red) - Spätestens 2012 soll hier ein 800 Megawatt-Steinkohlekraftwerk in Betrieb gehen. Das Steinkohlekraftwerk wird nach dem neuesten Stand der Technik errichtet und damit zu einem der modernsten Kohlekraftwerke in Deutschland werden, so SüdWestStrom. Eine zweite 800 Megawatt-Anlage sei ebenfalls denkbar.

Das Investitionsvolumen des Betreiberkonsortium aus SüdWestStrom und der spanischen Iberdrola beträgt insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Der größte Vorteil im Vergleich zu anderen Standorten in Deutschland sei die Lage am Elbehafen. Die Steinkohle, über vier Millionen Tonnen pro Jahr, kann direkt mit Hochseeschiffen antransportiert werden. Ein Umschlagen in Rotterdam und Verladung auf kleinere Schiffe sei damit nicht notwendig. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist die Lage an der Elbe und damit die Möglichkeit der Flusswasserkühlung. In unmittelbarer Nähe zum Grundstück sind Hochspannungsleitungen der E.ON und der Vattenfall, in die der produzierte Strom in das Stromnetz eingespeist werden kann.

Hinter der SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co KG stehen über 60 Stadtwerke aus Deutschland. Sie haben sich nach eigenen Angaben entschlossen eigene kraftwerke zu bauen um sich von der derzeitigen Abhängigkeit von den wenigen großen deutschen Stromproduzenten schrittweise zu lösen.

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