Nordrhein-Westfalen

Opposition kritisiert Uhlenbergs Atomkraft-Äußerungen

Die Forderungen von NRW-Umweltminister Uhlenberg nach längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke ist bei der Opposition auf deutliche Kritik gestoßen. Politiker der Fraktionen von SPD und Grünen wiesen den Vorstoß am Freitag in Düsseldorf scharf zurück. Die SPD bleibe dabei: Am "Atomausstieg wird nicht gerüttelt"

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Uwe Leuchtenberg, nannte die Äußerungen des nordrhein-westfälischen Umweltministers Eckhard Uhlenberg (CDU) einen "schweren Affront" des Ministers im Vorfeld der in dieser Woche in Düsseldorf stattfindenden Sonderkonferenz der Umweltminister von Bund und Ländern. "Wir bleiben dabei: An dem vereinbarten Atomausstieg wird nicht gerüttelt", betonte Leuchtenberg.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Johannes Remmel warnte, dass die Risiken der Atomkraft "unüberschaubar" seien. Er warf Uhlenberg zugleich vor, der Minister wolle mit seiner Forderung davon ablenken, dass die Landesregierung "nicht eine einzige Idee zum Klimaschutz in NRW" habe.

Die Umweltminister wollen auf der Sonderkonferenz über die Folgen des Klimawandels beraten.