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Online-Standortanalyse für Erdwärmenutzung in Thüringen

Die weltweite Nutzung der oberflächennahen Geothermie ist laut Angaben des Bundesverbands Geothermie in den vergangen Jahren drastische gestiegen. Künftig können Thüringer im Internet eine kostenfreie Standortanalyse für die Nutzung von Erdwärme in ihrem Gebiet abrufen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/red) - Die Landesanstalt für Umwelt und Geologie habe jetzt ein entsprechendes Angebot auf ihrer Internetseite bereitgestellt, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit. Der Nutzer könne seine Adresse eingeben, ein Programm prüfe dann, ob oberflächennahe Geothermie bis 100 Meter Tiefe genutzt werden könne.

Im Jahr 2005 haben bereits über 71 Länder Erdwärme genutzt. Die Spitzenreiter in der Geotermie-Nutzung waren damals die USA, Schweden, China, Island und die Türkei. Deutschlang lag dabei an zehnter Stelle. In Deutschland eignen sich vor allem das Norddeutsche Becken, der Oberrheingraben und das Molassebecken in Bayern für eine Nutzung. Bundesweit waren 2005 insgesamt 26 geothermische Heizwerke und Wärmeversorgungen mit hydrothermaler Geothermie in Betrieb.

Allein die Erdwärme, die ständig in den Weltraum abgestrahlt wird, entspricht wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge mehr als dem 2,5-Fachen des menschlichen Energiebedarfs. Der komplette Energieinhalt der Erde soll rund 1011 Terawattjahre betragen.