Geplatzt

OMV und Verbund: Fusionspläne durch Politik gestoppt

Der geplante Zusammenschluss der österreichischen Energiekonzerne OMV und Verbund ist vorerst gescheitert. In der letzten Woche teilten Wirtschaftsminister Bartenstein und Finanzminister Grasser mit, das Projekt werde in dieser Legislaturperiode nicht weiter verfolgt.

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Wien (red) - Noch vor zwei Wochen sah es nach einer raschen Einigung aus. Die Landeshauptleute forderten jetzt jedoch, die öffentliche Mehrheit an der Wasserkraft auch nach einer Fusion gesetzlich abzusichern. Auf einer Pressekonferenz bezeichnete Minister Bartenstein dies als "Re-Verstaatlichung" der OMV. Dadurch seien die Voraussetzungen für eine Fusionierung nicht mehr gegeben, die Bundesregierung stehe für Privatisierungen.

An der OMV ist der österreichische Staat derzeit mit 31,5 Prozent beteiligt, am Verbund mit 51 Prozent. Für einen Zusammenschluss mit der OMV wäre eine Gesetzesänderung mit Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament notwendig gewesen, da die Verbund-Anteile nicht abgegeben werden dürfen. Damit sei allerdings nicht zu rechnen, so eine Erklärung der OMV.