In Österreich

OMV und Verbund fusionieren

Der Zusammenschluss ist perfekt: Gestern einigen sich die österreichischen Energieriesen OMV und Verbund auf die Schaffung eines gemeinsamen Energiekonzerns. Vorgesehen ist eine gleichberechtigte Partnerschaft im Verhältnis der Marktkapitalisierung. Das größere Portfolio soll für mehr Wachstum sorgen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wien (red) - Die "Allianz" zwischen Österreichs größtem Öl- und Gaskonzern OMV und einem der größten Stromversorger des Alpenlandes, der Verbund AG, ist perfekt: Gestern unterzeichneten beide eine Vereinbarung zur Bildung eines neuen Energiekonzerns mit Sitz in Wien. Verbund und OMV werden gleichberechtigte Partner im Verhältnis ihrer Marktkapitalisierung 60:40.

Mit einem "ausgewogenen Portfolio aus Erdöl, Erdgas und Strom" soll der neue Konzern über ein diversifiziertes Risikoprofil und eine starke Grundlage für ein verbessertes und nachhaltiges Wachstum verfügen, teilten die Konzerne mit. Die Realisierung dieser neuen Energielösung ist - vorbehaltlich im Wesentlichen der Zustimmung des österreichischen Parlaments, der OMV Hauptversammlung und der zuständigen Wettbewerbsbehörden - gegen Ende 2006 zu erwarten.

Das Übernahmeangebot sieht vor, dass die Republik Österreich ihren 51-prozentigen Anteil am Verbund in die OMV AG gegen Ausgabe von jungen OMV Aktien im Verhältnis 1:6,4893 bzw. gegen Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung einbringt. Für die Minderheitsaktionäre der Verbund AG gibt es ein antizipiertes Pflichtangebot mit einer Bar- und einer Aktienalternative.