Statistik

Oktober: Mehr Rohöl importiert / Durchschnittspreis steigt um die Hälfte

Deutschland braucht mehr Rohöl und muss dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Nach aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lag der Durchschnittspreis pro Tonne Rohöl um 47,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das wichtigste Lieferland ist die Russische Föderation.

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Eschborn (red) - Im Oktober 2004 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,8 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (9,7 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze stieg im Jahresvergleich im Oktober auf 276,75 Euro. Er lag damit um 47,5 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (187,66 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Oktober auf 2,7 Milliarden Euro und lag damit um 897 Millionen Euro höher als im Vorjahreszeitraum.

Von Januar bis Oktober dieses Jahres haben sich die Rohöleinfuhren gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent von 88,2 auf 91,7 Millionen Tonnen erhöht. Die deutsche Rohölrechnung für diesen Zeitraum fiel mit 20,2 Milliarden Euro um 3,3 Milliarden Euro höher aus als ein Jahr zuvor. Im Berichtszeitraum lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl mit 220,24 Euro im Schnitt um 15,0 Prozent höher als im Vorjahr (191,49 Euro).

Die fünf wichtigsten von insgesamt 23 Lieferländern waren 2004 bislang die Russische Föderation (30,2 Millionen Tonnen), Norwegen (18,9 Millionen Tonnen), Libyen (10,8 Millionen Tonnen), Großbritannien (10,5 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,2 Millionen Tonnen). 32,1 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 20,1 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.