350 Arbeitsplätze

Offshore-Zentrum Rostock nimmt Gestalt an

Die Erndtebrücker Eisenwerke GmbH & Co. KG, einer der weltweit größten Hersteller großkalibriger Rohre, wird ab dem kommenden Jahr im Offshore-Zentrum Rostock ansiedeln. Das Unternehmen investiert 25 Millionen in eine neue Produktionsstätte. Wirtschaftsminister Ebnet sieht Rostock als idealen Standort für die Produktion von Großrohren.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Rostock (red) - Im Rostocker Überseehafen baut die Erndtebrücker Eisenwerke GmbH & Co. KG (EEW), ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich des Großrohrbaus, derzeit eine neue Produktionsstätte auf. Hintergrund ist die Tatsache, dass der expandierende internationale Offshore-Markt die Produktion von Großrohrsystemen mit entsprechenden Fertigungskapazitäten und direktem Zugang zum Meer verlangt. Die EEW investiert 25 Millionen Euro in die neue Fertigungsstätte.

"Der Standort Rostock ist für die Firma EEW ideal zur Produktion von Großrohren. Mit der Ansiedlung zeigt sich erneut, dass Rostock hervorragende Standortbedingungen für Unternehmen der maritimen Industrie hat", so Dr. Otto Ebnet, Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Produktionsstätte des Unternehmens in Rostock ist auf 350 Arbeitsplätze ausgelegt. 170 Arbeitnehmer werden schon im kommenden Jahr dort beginnen. Neben der EEW werden sich weitere Zuliefererbetriebe ansiedeln, beispielsweise für die Konservierung der Rohre.

Die Landesregierung, die Stadt Rostock, der Seehafen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft "Rostock-Business" sowie Produzenten und Entwickler aus Mecklenburg-Vorpommern haben in den letzten zwei Jahren unter Führung der Wirtschaft den Grundstein für ein Offshore-Kompetenzzentrum Rostock gelegt. Mit der EEW hat nun ein für das Offshore-Zentrum Rostock zentrales Unternehmen seine Ansiedlungsentscheidung getroffen. Neben dem Ziel, möglichst komplette Anbieterkonsortien für Windkraftanlagen zu entwickeln, werden hier unter anderem auch Möglichkeiten für die Zulieferproduktion von Offshoreanlagen für Öl und Gas geschaffen.

"Jetzt wird es auch anderen Anlagenherstellern und Zulieferern leichter fallen, die klaren Standortvorteile in MV für Ansiedlungen zu nutzen, um sich im Wettbewerb aufzustellen", zeigt sich Wirtschaftsminister Ebnet zuversichtlich.