Tagung

Offshore-Windenergienutzung im Blickpunkt

Unter dem Motto "Offshore-Windenergienutzung - frischer Wind für Erneuerbare Energien" richten der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sowie der VWEW Energieverlag am 2. September einen Infotag aus, der umfassend über Technik, Potenziale und Kritikpunkte der Offshore-Windenergienutzung informieren soll.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Offshore-Windenergie - diese Form der Energiegewinnung verspricht ein enormes Potenzial für die Zukunft. Auf der einen Seite herrscht hier nach wie vor ein großer Informationsbedarf in Sachen Technik und Wirtschaftlichkeit. Auf der anderen Seite jedoch gibt es bereits heftige Diskussionen der verschiedensten Interessengruppen aus den Bereichen Naturschutz, Schifffahrt oder Fischerei. Einen umfassenden Überblick über die gesamte Thematik bietet der Infotag "Offshore-Windenergienutzung - frischer Wind für Erneuerbare Energien", den der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) gemeinsam mit dem VWEW Energieverlag am 2. September dieses Jahres in Husum durchführen wird.

Hochkarätige Referenten aus den Bereichen Wissenschaft und Energiewirtschaft informieren über alle Aspekte der Offshore-Windenergie wie zum Beispiel Naturschutz, Wirtschaftlichkeit oder Netzanbindung. Auch Rechtsfragen wie die der Genehmigung, des Betriebs bis hin zum Abbau von Windanlagen werden thematisiert. Damit sollen vor allem Hersteller, Betreiber und Energieversorgungsunternehmen angesprochen werden, die sich so einen Überblick über dieses Thema verschaffen können.

Nach dem dynamischen Wachstum in den vergangenen Jahren wird der Nutzung der Windenergie in Deutschland auch künftig ein enormer Zuwachs prognostiziert. Da die meisten geeigneten Standorte an Land jedoch bereits bebaut sind, soll künftig verstärkt Strom aus Offshore-Windanlagen gewonnen werden. Deutlich höhere Windgeschwindigkeiten auf See und eine weiterentwickelte Anlagentechnik versprechen eine hohe Wirtschaftlichkeit - zugleich eröffnen sich aber auch zahlreiche Problematiken.

Einen allgemeinen Überblick zur Entwicklung der Windenergie-Nutzung in Deutschland gibt Rüdiger Winkler vom IfED Institut für Energiedienstleistungen in Heidelberg. Mit der Problematik der Netzanbindung und den Möglichkeiten des Abtransports aus den Küstenregionen befasst sich Norbert Christl von der Siemens AG. Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit ist das Thema von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, dem Vorstandsvorsitzenden von REpower Systems, Hamburg. Der frühere Umweltsenator der Hansestadt Hamburg beleuchtet dabei auch den energiepolitischen Aspekt von Offshore-Anlagen.

Prof. Ulrich Wagner von der TU München weist in seinem Referat auf die Kosten der Kohlendioxid-Vermeidung von Offshore-Windanlagen im Vergleich zu anderen Erzeugungsvarianten hin. So muss die Energieversorgung bei zu wenig oder zu schwachem Wind über traditionelle Quellen abgedeckt werden. Mit den Rechtsfragen - angefangen von der Genehmigung über den Betrieb bis zum Abbau - befasst sich Dr. Manfred Rebentisch, Bereichsleiter Umwelt und Recht beim VDEW in Frankfurt. Der elementare Aspekt des Umweltschutzes wird in einem weiteren Referat behandelt, in dem die Verträglichkeit von Offshore-Windenergieanlagen mit der Meeres-Fauna und Flora hinterfragt wird. So sind große Küstenflächen (Wattenmeer) seit längerem als Naturschutzgebiete ausgewiesen und machen es damit notwendig, Windanlagen in circa 30 bis 50 Kilometer Entfernung von der Küste zu installieren.

Im Anschluss an die Fachvorträge bietet sich Interessierten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion mit den Referenten.

Weitere Informationen: VWEW Energieverlag, Jana Kittelmann, Rebstöckerstraße 59, 60326 Frankfurt am Main, Telefon: 069-6304324, Telefax: 069-6304459, E-Mail: kit@vwew.de.