Vierte Maritime Konferenz

Offshore-Windenergie regen Wirtschaft in Küstenregionen an

Da die Offshore-Windparks ein dynamisch wachsender Wirtschaftszweig sind, dürfe die Umsetzung Windparks auf hoher See nicht durch langwierige Genehmigungs- und Planungsverfahren behindert werden. Ansonsten verliere Deutschland den Anschluss, befürchtet der Windverband.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Cuxhaven (red) - Die vierte Maritime Konferenz der Bundesregierung in Bremen brachte erheblichen Rückenwind für die Pläne zum Bau von Offshore-Windparks vor den deutschen Küsten, berichtet der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW). Dabei wurde deutlich, "welche große Bedeutung die zügige Umsetzung der Offshore-Windpark-Pläne für die maritime Wirtschaft im Norden hat", betonte Dr. Wolfgang von Geldern, Vorsitzender des Verbandes.

Mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin und anderen Vertretern der Bundespolitik teilt der WVW die Einschätzung, dass der Bau von Windkraftanlagen auf hoher See wie ein Konjunkturprogramm für die gesamte Küstenregion wirkt. Unternehmen der Windenergiebranche wollen in den kommenden 15 Jahren mehr als 15 Milliarden Euro in den Bau von Offshore-Windparks investieren. "Dies ist ein wesentlicher Beitrag dazu, für die Zukunft eine günstige Stromversorgung zu sichern, die Abhängigkeit von Energieimporten zu vermindern und Stromerzeugung klimaschonend zu betreiben", betont Dr. von Geldern am Rande der Maritimen Konferenz, die der Offshore-Technologie erstmals einen Workshop widmete.

Mit der Offshore-Windenergie entstehe ein neuer Wirtschaftszweig mit einem dynamischen Wachstumsmarkt. Diese Entwicklung darf jedoch nicht durch langwierige, bürokratische Genehmigungs- und Planungsverfahren behindert werden, betont der WVW, denn schon jetzt bestehe die Gefahr, dass Deutschland aufgrund bürokratischer Hemmnisse auf Länder- und Bundesebene den Anschluss an die internationale Offshore-Entwicklung verliert. Schon heute sind vor Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Großbritannien und Irland Offshore-Windparks in Betrieb, während in Deutschland immer noch geplant und geprüft wird.

Erfreulich sei daher das Ergebnis des Offshore-Forums der Maritimen Konferenz. "Hier wurde deutlich, dass Offshore-Windparks technisch machbar und ökonomisch sinnvoll sind", so Dr. von Geldern. Die Branche wartet nun darauf, die Projekten umsetzen zu können.