Offshore und Atom: Schleswig-Holstein und Niedersachsen vereinbaren enge Zusammenarbeit

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Zu einem Informationsaustausch trafen gestern abend Schleswig-Holsteins Energieminister Claus Möller und der Niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner in Kiel zusammen. Begleitet wurden sie von den Staatssekretären Wilfried Voigt und Dietmar Schulz. Themen waren sowohl der aktuelle Stand der Offshore-Windenergie-Planungen als auch die Folgen des Atomkonsenses für die Genehmigungs- und Aufsichtspraxis über kerntechnische Anlagen beider Länder.



"Wir haben uns über den aktuellen Stand der Zwischenlageranträge für abgebrannte Brennelemente ausgetauscht", erklärte Möller. "Wir erwarten, dass das Bundesamt für Strahlenschutz erforderliche Genehmigungsverfahren für Zwischenlager zügig abwickelt." Beide Minister erklärten, dass die jetzt anstehende Umsetzung der Konsensvereinbarung in eine Atomgesetznovelle konstruktiv begleitet und auch die von Ministerpräsidentin Simonis im Frühjahr 1999 initiierten Gespräche im norddeutschen Raum mit den Energieversorgungsunternehmen fortgesetzt werden sollen. "Wir haben die Staatssekretäre gebeten, weiterhin eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheitstechnik zu gewährleisten."



"Der Ausbau der Windenergie - auch im Offshore-Bereich - ist für beide Länder eine energiepolitische Chance, die im Interesse der Arbeitsplätze weiterentwickelt werden soll", betonte Jüttner. Niedersachsen und Schleswig-Holstein seien die führenden Windenergieländer in Deutschland. "Auf beiden Gebieten haben wir einen regelmäßigen Informationsaustausch und eine enge Zusammenarbeit beschlossen", erklärten beide Minister.